Wenn ich im Büro auf meinem Windows 7 Arbeitsrechner beim surfenrrecherchieren auf eine interessante URL stosse, die ich mir später zu Hause noch genauer durchlesen/ansehen möchte, dann ziehe ich das Favicon der URL direkt vom Firefox mittels drag&drop in einen durch Dropbox synchronisierten Ordner im Explorer.
Windows/Firefox erstellt dann eine Datei mit dem <title>-Tag der URL als Namen und der Erweiterung .URL. Der Inhalt der Datei ist beispielsweise
[InternetShortcut]
URL=http://am.röschiba.ch/
Unter Windows XP – dem Vorgänger meines Ubuntu Systems – konnte man die Dateiendung .URL mit dem Firefox assoziieren und per Doppelklick im Browser öffnen. Unter Ubuntu bietet Firefox, wenn man die .URL Datei damit öffnet, die Datei aber nur zum Download an und ist nicht fähig die eingebettete URL zu laden.
Da ich ein Gewohnheitstier bin und keine Lust auf irgendwelche Bookmarksynchronisationswerkzeugexperimente hatte, habe ich mir ein kleines Nautilus Script geschrieben, das die gewählte Datei oder die gewählten Dateien interpretiert, die jeweilige URL ausliest und im Firefox in einem neuen Tab öffnet:
#!/bin/bash
# Author : Julian Mollik <jule@creative-coding.net>
# Creation Date : 11/11/2011
# Licence : GNU GPL
#
# extracts the URL from the given Windows .URL files and
# opens each found URL in a new tab in firefox
#
# example of a Windows .URL file content:
# [InternetShortcut]
# URL=http://am.röschiba.ch/
#
# check if at least one file-parameter is given
if [ "$#" -eq 0 ]
then
exit
fi
# loop through all given files
while [ $# -gt 0 ]
do
# read the current file line by line
while read line
do
# check if the first 4 characters are "URL="
if [ "${line:0:4}" == "URL=" ]
then
# remove the found "URL=" by replacing it
# and open the rest in a new firefox tab
firefox -new-tab `echo ${line/URL=/}`
fi
done < "`echo "$1"`"
shift
done
Wie man Nautilus Scripts verwendet steht in diesem Beitrag.