Pro Tipp
Lass niemals eine Brille einen Nachmittag lang im Brillenetui im Rucksack im Kofferraum eines Autos, das in der prallen Sonne steht. Durch die Hitze wird nämlich die Kunststoffversiegelung der Brillengläser porös und milchig und von zig kleinen Rissen durchzogen. Wenn man die Brille dann einen Arbeitstag lang trägt bekommt man Kopfweh.
In dem Zusammenhang musste ich auch feststellen, dass Fielmann Schweiz und Fielmann Österreich versicherungstechnisch unterschiedliche Firmen sind. Ich konnte also nicht meine beim Kauf der Brille in der Wiener Filiale automatisch erhaltene Brillenversicherung hier in Zürich verwenden um mir die Gläser austauschen zu lassen.
Die einzige Möglichkeit wäre, die Gläser über die Wiener Filiale zu bestellen und sie dann nach Zürich zu schicken. Das dauert aber dann durch die komulierten Versandzeiten bis zu drei Wochen. Nachdem ich auf meine Brille angewiesen bin habe ich in den sauren Apfel gebissen und die neuen Gläser zum normalen Preis in Zürich bestellt.
Zum Glück habe ich noch meine Kontaktlinsen, die ich während der drei bis fünf Tage Wartezeit tragen kann.
Ich bin trotzdem am Überlegen ob ich mir nicht eine Ersatzbrille zulegen soll um für Vorfälle dieser Art in Zukunft gewappnet zu sein.
Mit dem Schlauchboot auf der Aare von Schwäbis nach Bern
Nachdem wir uns vor einiger Zeit ein Schlauchboot zugelegt hatten, war es am Samstag endlich so weit: Die Schlauchboot Tour von Schwäbis bei Thun (A) nach Bern (B). Das Wetter am Samstag war perfekt und es war daher mit einigem Verkehr bei der Einstiegsstelle und auf dem Fluss selbst zu rechnen, aber die tatsächliche Anzahl von Booten und Menschen hat mich doch überrascht.
An der Einstiegsstelle, 5 Minuten zu Fuss vom Bahnhof Schwäbis entfernt, waren an die 40 Boote mit Besatzung, die gerade aufgepumpt und für die Fahrt vorbereitet wurden. Mit der Doppelhubpumpe waren unsere 4 Boote schnell aufgepumpt. Wasserscheues wie Mobiltelefon, Handtücher, Proviant, … wurden in einen grossen Müllsack gepackt.
An der Einstiegsstelle selbst war eine Schlange und wir mussten etwa 10 Minuten warten bis wir unsere 4 Boote zu Wasser lassen konnten.
Dann ging es allerdings recht schnell, Boote ins Wasser, ins Boot reinspringen und dann kam auch schon die erste Stelle mit – harmlosen – Stromschnellen. Danach muss man eigentlich nicht viel tun ausser im Boot zu sitzen und zu geniessen. Die Strömung treibt das Boot vorwärts, kommt man zu nahe ans Ufer kann man mit den Paddeln die Richtung korrigieren. Wir hatten Seile mit Karabinern dabei und haben unsere Boote miteinander verbunden.
Die einzige „gefährliche“ Stelle ist die Uttiger Schwelle nach etwa einem Viertel der Strecke. Die Schwelle ist direkt unter einer Eisenbahnbrücke und es empfiehlt sich das Hindernis ganz rechts anzufahren und dann kräftig zu paddeln, damit man mit dem Boot nicht zurück in die Schnellen gezogen wird.
Danach kann man die Fahrt weiter geniessen.
Nach etwa zwei Dritteln wird der Fluss rechts und links von kleinen Fluss-regulierenden Halbinseln gesäumt. An so einer haben wir angehalten und mit unserem mitgebrachten Einweggrill mitgebrachte Würstchen und Fleisch gegrillt. Nach etwa einer Stunde Pause haben wir den letzten Teil der Fahrt in Angriff genommen.
Nach insgesamt etwa viereinhalb Stunden kommt man in Berner Stadtgebiet, wir haben uns dann links im Fluss gehalten und sind kurz vor der hohen Brücke Pont Monbijou am Schwimmbad ausgestiegen. Der Ausstieg ist ewas kritischer als der Einstieg, am besten man verbindet alle Boote mit Seilen und einer hält sich am roten Geländer der Treppe fest. Danach kann man ein Boot nach dem anderen aus dem Wasser heben.
Insgesamt ein toller Ausflug, den wir mit Sicherheit wiederholen werden. Danke, Marie, für die Organisation!
Canyoning in Fallenbach
Mit ein paar Kollegen war ich einen Samstag Nachmittag lang in Fallenbach bei Amden (*) im Kanton St.Gallen canyoning. Beim Canyoning steigt/rutscht/klettert/schwimmt/springt man den Lauf eines Wildbachs stromabwärts. Dazu trägt man Neoprenanzüge, einen Klettergurt sowie einen Helm.
Gurtenfestival 2011
Eigentlich finde ich ja, dass ich zu altreif für Festivals bin. Zumindest 4 Tage Zelten möchte ich mir nicht mehr antun. Aber wenn man an VIP Tickets kommt – danke Jessica, danke BKW – dann macht man doch gerne eine Ausnahme und gibt sich das Spektakel für einen Tag.
Das Gurtenfestival findet auf dem Gurten bei Bern statt. Der Gurten ist ein kleiner Berg auf den man mit einer Standseilbahn hinauffahren muss. Alternativ kann man auch zu Fuss gehen. Aber als VIP Ticket Besitzer hat man ein Anrecht auf die kürzere Warteschlange. Wir sind daher bequem mit der Bahn gefahren.
Richtig gefreut habe ich mich, dass Blumentopf an dem Tag gespielt haben. Die habe ich vor einigen vielen Jahren schon einmal live gesehen und meine Erwartungen wurden auch diesmal nicht enttäuscht: 1A Freestyles, gemischt mit alten Hits und Titeln von der aktuellen CD. Das Publikum ging gut mit und es herrschte eine Superstimmung.
Ausserdem konnte man Essen in allen möglichen Variationen kaufen, Slacklinen ausprobieren, alle möglichen und unmöglichen Goodies von diversen Sponsoren abstauben und als VIP die VIP-Toiletten benutzen. Und natürlich einiges mehr.
Auf der musikalischen Seite haben wir uns noch die Beatsteaks (rockig & lustig) und Sophie Hunger (eher langweilig) angesehen.
Alles in allem ein sehr gut organisiertes Festival und das gute Wetter hat sein übriges dazugetan!
Mit dem Zug hin und dem Flugzeug zurück (oder eben nicht)
Beim Planen meines Wochenendtrips nach Luxembourg bemerkte ich, dass es keinen für mich zeitlich passenden Hinflug von Zürich nach Luxembourg gibt. Ich habe mich daher entschlossen am Freitag Vormittag mit dem Zug anzureisen. Fahrzeit Basel-Luxembourg knapp 3.5 Stunden, Ankunft um 10:14.
Beim Buchen des Rückflugs für Sonntag stellte ich – wieder einmal – fest, dass die Buchung von Hin- und Retourflug wesentlich günstiger ist als ein One-Way Trip von Luxembourg nach Zürich. Ich buchte daher den Hin- und Rückflug mit der Absicht den Hinflug nicht zu nutzen und verfallen zu lassen.
Zwei Monate später: Ich stehe Sonntag Abend am Checkin am Flughafen Luxembourg und erfahre, dass meine Buchung von Swiss storniert wurde, weil ich den Hinflug nicht in Anspruch genommen habe. Nachdem ich den AGB durch das bekannte Anklicken der entsprechenden Checkbox zugestimmt habe, gibt es auch keine Möglichkeit für mich diese Stornierung rückgängig machen zu lassen. Aber ich könnte um etwa 500 Euro ein neues Ticket für den Flug kaufen. Habe ich natürlich nicht gemacht.
Immerhin hat mich der Mann am Ticketschalter darauf aufmerksam gemacht, dass ich mir die Flughafen-Taxen von etwa 100 Euro von fluege.de einfach mit einer informellen Email rückerstatten lassen kann. Mal sehen ob das auch wirklich so einfach funktioniert.
Ich nehme morgen Montag um 05:43 den Zug zurück in die Schweiz.
Fazit: Wenn man einen Hinflug versäumt oder verfallen lässt, dann sollte man unbedingt die Fluggesellschaft informieren, dass man den Rückflug auf jeden Fall antreten wird.
Pfingsten in Luzern
In knapp 45 Minuten kann man mit dem Zug von Zürich nach Luzern fahren. Genau das haben wir am Pfingstsonntag auch gemacht und wir haben es nicht bereut.
Luzern ist ein hübsches kleines Städtchen am Vierwaldstättersee mit vielen durch einen Stadtspaziergang erreichbaren Sehenswürdigkeiten. Eine bezaubernde Altstadt, umringt vom See, der Reuss und der Museggmauer läd zum Schauen und Verweilen ein.
Nach dem „anstrengendem“ Sightseeing kehren wir in der Vinothek Opus ein, trinken ein ausgezeichnetes Glas Sauvignon blanc VdT, Hasler vom Bielersee und geniessen die Abendstimmung am Flussufer.
Fazit: Luzern ist auf jeden Fall einen Tagesausflug wert und die Vinothek Opus sorgt für einen perfekten Ausklang desselben.
Champions League Finale im Razzia
Live-Übertragung des Finales FC Barcelona gegen Manchester United im Razzia. Das Razzia Seefeld ist ein altes Kino, das zu einer Kulturlocation umgebaut umfunktioniert wurde. Auf bequemen alten Kinositzen, die in Grüppchen auf kleinen Podesten im Raum verteilt waren, trank man Bier und weisse Spritzer und erfreute sich am guten Spiel des FC Barcelona.
Das Razzia wird übrigens Ende Juli entgültig schliessen und das Gebäude abgerissen. Ich kann jedem empfehlen sich die Örtlichkeit bis dahin noch einmal oder ein erstes Mal anzusehen. Vielleicht findet sich im Programm der letzten 60 Tage ein interessantes Event?
¡Visca Barça!
Restaurant Rosso
Auf Empfehlung von harrysding.ch waren wir im Restaurant Rosso (vorsicht, sehr spartanische Website) bei der Hardbrücke. Das Lokal selbst ist richtig schwierig zu finden, man muss recht weit in einen scheinbar verlassenen Industriehinterhof hineingehen und darf die sehr unscheinbar beschriftete Holztüre nicht übersehen.
Das Restaurant besteht aus einem grossen Raum im Industriehallenflair mit einer breiten alten Holzfensterfront. Wir hatten etwa 2 Wochen zuvor reserviert und bekamen trotzdem nicht unbedingt die besten Plätze im Raum, für Laufkundschaft war kaum Platz, es waren fast alle Tische reserviert.
Das Essen war gut, aber nicht herausragend, und die Bedienung etwas überfordert. Die Auswahl an Speisen ist ausreichend (etwa 5 Hauptmahlzeiten und 7 Pizzen) und die Weinauswahl gross.
Positiv: Man kann bereitgestellte Karaffen mit Leitungswasser aus einem zum Industrieflair passenden Wasserhahn füllen und mit an den Tisch nehmen.
Der Grundgeräuschpegel war etwas zu laut, man konnte sich zwar unterhalten, musste aber seine Stimme doch ziemlich erheben. Ausserdem war es ziemlich warm und schwül in dem Raum. Fast wünscht man sich ein Raucher zu sein, von denen immer mindestens zwei mit Weinglas und Zigarette in der Hand vor der Eingangstür an der kühlen Abendluft zu finden waren.
Das Ambiente und die anderen Gäste entschädigen etwas dafür. Vom alternativen Pärchen über Eltern mit Kindern im Kinderwagen und Sportlern, die nach dem Badminton von der nahegelegenen Sportanlage auf ein Bier vorbeikommen, bis hin zu Geschäftsleuten in Anzug und Krawatte sind fast alle Typen von Mensch vorhanden. Da gibt es immer was zu sehen.
Fazit: Definitiv einen Besuch wert, aber bei den Punkten, die bei Restaurants normalerweise zählen, haben andere die Nase vorne.
Müllabfuhr
In Zürich gibt es in keine Mülltonnen im Hof sondern eine grosse in den Gehsteig eingelassene unterirdische Müllentsorgung (Bild 1) zur gemeinsamen Benutzung. Bis vor kurzem war mir unklar wie denn der Müll wieder aus der Tonne rauskommt (ein unterirdisches Entsorgungssystem?), aber nun ist die Sache geklärt (Bild 2)!



